Guten Tag! Ich heiße Anna Krasikova und komme aus St. Petersburg.
Mein Mann, Vladimir Vladimirovich Krasikov, ist Invalide der 1. Gruppe, er ist 33 Jahre alt.
Vor sechs Jahren war er ein sportlicher, schneidiger junger Mann. Vladimir war
Feuerwehrmann, vertrat seine Truppe beim Skilauf, Crosslauf, fotografierte gerne.
Im November 1999 ging es ihm plötzlich schlecht: Er hatte Atemnot, wurde blass. Zuerst
vermuteten die Ärzte ein Geschwür, aber dann wurde eine akute lymphoblastische Leukose
diagnostiziert. Er kam ins Krankenhaus Nr. 31. Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter der
Abteilung für Knochenmarktransplantationen, sie sind sehr fürsorglich und arbeiten
professionell!
Von November 1999 bis Februar 2003 wurde Vladimir nach dem Protokoll Holzer 1993, high
risk, behandelt. Sieben Chemotherapiezyklen wurden durchgeführt. Es ging ihm schlecht,
hatte nahezu ständig Pilzinfektionen, konnte nicht essen (die Schleimhäute entzündeten
sich), hat stark abgenommen.
Dennoch hat er es damals geschafft und ist zu einem normalen Leben zurückgekehrt! Nach der
Entlassung aus dem Krankenhaus wurde er regelmäßig im Krankenhaus untersucht. In der
letzten Zeit hat er sogar gearbeitet! Er kann einfach nicht ohne Arbeit zu Hause
herumsitzen, er fühlt sich dann nicht vollwertig und unnütz! Wir konnten die Schulden
zurückzahlen, die wir während seiner Behandlung aufgenommen hatten. Alles lief gut, die
Remission dauerte nahezu sechs Jahre an. Man sagt, das ist sehr selten so...
Im Februar 2005 trat ein Rezidiv auf: In seinem Knochenmark wurden 95,6% Blasten gefunden.
Wieder Chemotherapie, seit dem 14. Februar ist er wieder im Krankenhaus. Jetzt hat er eine
Zytopenie, zu wenig Leukozyten, Hämoglobin, Thrombozyten, blaue Flecken an den Beinen,
Nasenbluten. Aber Vladimir ist stark und zielstrebig, er will leben und er glaubt fest
daran, dass er seine Krankheit besiegen wird.
Damit Vladimir gesund wird, benötigt er eine allogene Knochenmarktransplantation, denn
seine Mutter und Schwester sind nach den HLA1-Antigenen dafür nicht geeignet. Im
internationalen Register konnten potentielle Donoren gefunden werden. Suche und Aktivierung
des Knochenmarks kosten 15 000 Euro, mind. 2500 Euro kostet der Transport nach St.
Petersburg.
Wir haben kein Geld, um die Suche nach einem Knochenmarkspender zu bezahlen. Vladimir ist
Invalide, ich arbeite als Logopäde im Kindergarten und verdiene monatlich 10 000 Rubel
(etwa 300 Euro). Dieses Geld reicht aus, um die Wohnung, die Lebensmittel, die Medikamente
und die Fahrten zu bezahlen.
Ohne die Hilfe von barmherzigen, verständnisvollen Menschen werden wir es nicht schaffen!
Liebe Mitmenschen, ohne Ihre Hilfe werden wir es nicht hinbekommen! Bitte helfen Sie uns,
das Geld für die Behandlung von Vladimir zusammenzubekommen. Ich glaube fest daran, dass es
gelingen wird, meinen Mann zu retten, weil er ein starker, mutiger Mensch ist und dieses
Leben so sehr liebt! Er ist noch jung, er hat die Chance, gesund zu werden und diese
einzige Chance ist eine Knochenmarktransplantation.
Nachricht vom 26.04.06.
Bitte entschuldigen Sie, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich habe gute Neuigkeiten.
Wir haben genügend Geld für die Suche nach einem geeigneten Knochenmarkspender im
internationalen Register zusammenbekommen.
Insgesamt sind es 15000 Euro. 3000 Euro hatten wir sofort an die
Stefan-Morsch-Stiftung überwiesen, dieses
Geld wurde von der Firma gespendet, für die Vladimir früher gearbeitet hatte: "Sojuz-Kvadro".
Dann haben wir unsere Datscha (Ferienhäuschen) verkauft und dafür weitere 6000 Euro bekommen.
Und als wir schon total verzweifelt waren, haben sich auf einen unserer Briefe barmherzige
Menschen gemeldet, die die restlichen 6000 Euro beigesteuert haben.
Aber das ist nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass wir erst vor ein paar Tagen die
Nachricht bekommen haben, dass für Vladimir ein geeigneter Knochenmarkspender gefunden werden
konnte!!!
Die Transplantation ist für Juni geplant und wird am Pavlov-Institut durchgeführt. Die Sponsoren
haben versprochen, auch den Transport des Knochenmarks (das sind wahrscheinlich 2500-3000 Euro)
zu übernehmen.
Uns stehen schwere Zeiten bevor!!! Wir werden unbedingt Spenderblut benötigen. Ich weiß
einfach nicht, wo wir im Sommer - zur Hauptreisezeit - Blutspender finden sollen?!
Während und nach der Transplantation wird eine ganze Reihe von Medikamenten notwendig sein,
teure Antibiotika, die vom staatlichen Budget nicht finanziert werden. Deshalb benötigen wir
bis Juni mindestens 100-150 000 Rubel (etwa 3000-4000 Euro).
Wir hoffen auf die Hilfe von Menschen, denen unser Schicksal nicht gleichgültig ist und die
bereit sind, uns zu unterstützen! Ich möchte doch so sehr, dass Vladimir seine Krankheit
besiegt, dafür müssen wir ihm aber ein bisschen helfen!!!
Hochachtungsvoll,
Anna Krasikova
Nachricht vom 27.07.06.
Vladimir hat eine Sepsis. Der Thrombozytenwert beträgt gerade mal sieben, aber Blutspender
der II. Gruppe gibt es in der ganzen Stadt nicht, auch nicht fürs Geld.
Vladimir benötigt dringend Blutspenden der II. Gruppe sowie das Präparat
Pentaglobin
(15 Flacons à 100 ml, 14 000 Rubel (ca. 411 Euro) pro Flacon, insgesamt 6165 Euro).
Wir bitten sehr um Ihre Hilfe!
Nachricht vom 28.07.06.
Gestern hat Vladimir eine Transfusion mit sehr vielen Hämokomponenten bekommen. Die heutige
Untersuchung hat einen Thrombozytenwert von 28 gezeigt, gestern waren es gerade mal 7,8! Die
Ärzte befürchten jedoch, dass das noch Spenderthrombozyten und nicht Vladimirs eigene sind.
Vladimir hat eine schwerwiegende Blutvergiftung. Die Blutuntersuchung vom 21.07. hat eine
Infektion angezeigt. Am 24.07. ist eine schwere Niereninsuffizienz eingetreten. Vladimir hat
einen Harnkatheter bekommen, die Ärzte haben die schreckliche Diagnose "nekrotische
Periproktitis" (Entzündung und Absterben des Bindegewebes um den Mastdarm) gestellt.
In den letzten Tagen haben Vladimir die Schmerzen sehr gequält. Zwei Nächte lang konnte er gar
nicht schlafen. Betroffen ist auch das weiche Gewebe der Gesäßbacken, jede Bewegung wird von
einem unerträglichen Schmerz begleitet!
Aber das Wichtigste ist im Moment, die Sepsis zu überwinden! In der Abteilung für
Bluttransfusionen wurde mir gesagt, dass JEDE Blutgruppe gespendet werden kann, im Austausch
gegen Vladimirs!
Anna Krasikova
Nachricht vom 03.08.06.
Langsam tritt bei Vladimir eine Besserung ein. Riesigen Dank an alle Blutspender! Vielen Dank
außerdem an den Fond "Happy World" für den
unverzüglichen Erwerb des Medikamentes Pentaglobin.
Wir wenden uns an alle Spender: Pentaglobin wurde
für Vladimir bezahlt, indem der Fond Schulden aufgenommen hat. Der Behandlungskurs kostet
$6800. Davon hing das Leben von Vladimir ab, wir konnten nicht länger warten, um das Geld
zusammenzubekommen.
Wir bitten Sie, dem Fond zu helfen, die Schulden für das Präparat zurückzuzahlen.
Nachricht vom 11.08.06.
Das Pentaglobin hat geholfen, die Sepsis zu besiegen.
Dennoch bleibt Vladimirs Zustand weiterhin sehr schwer: Er hat ein Gehirnödem.
Wir bedanken uns aufrichtig bei dem Spender, der uns 100 000 Rubel übergeben hat, um die
Schulden für Pentaglobin zu begleichen. Es verbleiben
noch Schulden in Höhe von 80 000 Rubel (2345 Euro).
Nachricht vom 11.11.06.
Fond AdVita bedankt sich herzlichst bei Anna Krasikova und den Sponsoren, die die Suche nach
einem Knochenmarkspender für Vladimir bezahlt hatten dafür,
dass sie das Geld nicht vom Knochenmarkspenderregister zurückgeholt, sondern es für die
Spendersuche für Sergej Shoroh überlassen haben.