Das Zentrum für Hämatologie an der Staatlichen Medizinischen Universität
St. Petersburg hat die Spendensammlung für die Knochenmarktransplantation bei
Sergej Kuprijanov, geb. 1991, gestartet
(Diagnose: Neuroblastom des retroperitonealen Raumes).
Sergej Kuprijanov ist ein 15-jähriger Junge und kommt aus der ukrainischen Stadt
Dnepropetrovsk.
Vor der Erkrankung war er ein lebenslustiger junger Mann, der sich gern mit seinen
Freunden traf, viel scherzte und oft auf seinem lang ersehnten Motorrad herumfuhr, das ihm
von seinem Opa geschenkt wurde. Außerdem kochte Sergej gern. Wahrscheinlich würde er auch
jetzt gern kochen, aber er hat weder die Möglichkeit noch die Kraft dazu.
Sergej wurde urplötzlich krank. Im August 2004 bekam er Bauchweh und wurde zuerst aufgrund
einer ganz anderen Diagnose behandelt. Im Januar 2005 wurde er dringend mit starken
Schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Die furchtbare Diagnose wurde gestellt: Krebs.
In dem Zeitraum von Januar 2005 bis Juni 2005 brachte Sergej 6 Chemotherapiezyklen hinter
sich. Seine linke Niere wurde entfernt. Im Sommer 2005 trat die Remission ein.
Langsam erholte er sich von den schaurigen Erinnerungen, nahm wieder Kontakt zu seinen
Freunden auf, fuhr wieder Motorrad, kochte neue, exotische Gerichte und bereitete sich
auf September, die Schule, vor. Das Leben schien herrlich zu sein und wir dankten Gott
für seine Hilfe.
Am 31. August 2005 trat ein Rezidiv auf. Das Leben wurde wieder grau. Im September
kam Sergej statt in die Schule wieder ins Krankenhaus, diesmal ins Moskauer Onkologische
Zentrum. Mehrere Monate lang wurde der Junge ambulant behandelt, im Dezember sollte er
operiert werden. Aber der Tumor erwies sich als inoperabel, eine Chemotherapie wurde
gestartet. Bis zum heutigen Tag hat Sergej 3 "harte" Chemotherapien hinter sich.
Eines Tages sagte Sergej: "Ich bin nun schon so lange hier in Moskau und habe noch keine
einzige Berühmtheit gesehen." Sergej war und ist ein großer Fan des Films "Brigade",
insbesondere des Schauspielers Sergej Bezrukov. Eines Tages, als es unserem Sergej schlecht
ging, bekam er einen Anruf... Irina und Sergej Bezrukov waren am Apparat.
Sergej lebte auf! Sergej Bezrukov lud Irina Kuprijanova und Sergej zu seiner Aufführung
ein. Alle hatten Angst, Sergej würde es nicht aushalten, die Aufführung über dazusitzen.
Das war für ihn eine sehr große körperliche Belastung. Aber Sergej hat sogar noch länger
dort ausgehalten, hat laut geklatscht, viel gelacht und war unendlich gut drauf.
Besonders ermunternd war für ihn das anschließende Treffen mit Sergej Bezrukov
(siehe Fotos). Mittlerweile zählt Familie Bezrukov zu Sergejs
besten Freunden.
Vor anderthalb Monaten wurde bei Sergej ein weiterer Tumor lokalisiert. Die russischen
Ärzte können ihm nicht mehr helfen. Der Junge hat jedoch noch eine Chance - das
israelische Klinikum Rambam hat sich bereit erklärt, seine Behandlung zu übernehmen.
Die Behandlungskosten sind enorm:
147 900 $.
So viel ist Sergejs Leben wert.
Familie Kuprijanov hat kein Geld. Gar keins. Sie haben alles verkauft, was sie je besaßen.
Dabei hat Sergejs Mutter Irina noch ein zweites Kind, ihre Eltern sind hilfsbedürftig.
Einen Mann hat Irina hingegen nicht.
Irina war Schullehrerin. Sie hat schon immer schwerkranken Kindern geholfen - bis das
Unglück ihre eigene Familie traf.
Das Leben dieses Jungen liegt in unseren Händen. Gemeinsam können wir ihn retten!
Weitere Informationen bekommen Sie
unter der Telefonnummer +7-916-696-94-48
oder unter der Email-Adresse golovachyova@bk.ru
Nachricht vom 14.06.06.
Bei Sergej wurde eine weitere Metastase festgestellt. Er hat starke Schmerzen, kann auf ein
Bein nicht auftreten. Der Tumor hat sich anscheinend in die Knochen ausgebreitet.
Auf Sergejs Konto sind 10 000 US-Dollar eingegangen. Kliniken in Israel, Deutschland, den
USA und Kanada haben es angesichts der neuen Metastase abgelehnt, Sergej zu behandeln. Das
bedeutet, wir brauchen die rund 150 000 USD nicht mehr...
Vielen Dank an alle, die an Sergejs Leben teilgenommen haben, die sich um ihn Sorgen gemacht
und ihn in ihre Gebete eingeschlossen haben. Das waren sehr viele Menschen auf der ganzen
Welt - von Sibirien bis in die USA. Herzlichen Dank!
Nachricht vom 30.11.06.
In den letzten Wochen hat Sergej häufig das Abendmahl empfangen. Sergej ist in Frieden und
bei vollem Bewusstsein von uns gegangen. Kurz zuvor hat er seiner Mutter gesagt, dass er
stirbt...