Hallo!
Ich heiße Pavel Podolskij und bin 19 Jahre alt. Vor vier Jahren, im Februar 2002, wurde mir
die Diagnose akute lymphoblastische Leukose gestellt. Zehn Monate lang wurden Chemotherapien
durchgeführt, eine Strahlentherapie am Gehirn erfolgte. Anderthalb Jahre lang bekam ich
unterstützende Therapie, damit die Remission anhält. Dabei nahm ich ambulant die Medikamente
Methotrexate und Purinetol (Mercaptopurin) ein. Im Juni 2004 wurde die Remission ärztlich
bestätigt, die Medikamente wurden abgesetzt.
Wir - ich und meine Eltern - dachten, das Schrecklichste hinter uns gelassen zu haben.
Langsam kehrte ich ins normale Leben zurück. Ich besuchte das Telekommunikations-College,
wollte Programmierer werden. Deshalb wollte ich nach dem College zur Universität gehen.
All meine Zukunftspläne wurden abrupt zerstört. Im Dezember 2005 erkältete ich mich, eine
Blutuntersuchung zeigte 28% Blastenzellen im Blut an. Ein Rezidiv ist aufgetreten.
Im Knochenmark stellte man bei einer Punktion 98% Krebszellen fest.
Seit Dezember 2005 bin ich wieder im Krankenhaus. Nach einem Chemotherapiezyklus ging es
mir sehr schlecht: Pneumonie, toxische Hepatitis, Eiterbeulen, lang anhaltendes Fieber.
Zum Glück erreichte ich nach der Chemotherapie wieder eine Remissionsphase. Dies zeigten
zwei Punktionen im Februar und am 5. April. Diese Woche sollte die nächste Chemotherapie
starten, doch es wurde schon wieder ein intramuskulärer Abszess festgestellt. Sofort nach
seiner Drainage soll die Chemotherapie gestartet werden, da sie nicht auf die lange Bank
geschoben werden darf.
Leider wird nach einhelliger ärztlicher Meinung eine Chemotherapie für meine Heilung nicht
ausreichen. Die zweite Remission wird nicht lange andauern. Deshalb muss sofort nach der
Chemotherapie eine allogene Knochenmarktransplantation durchgeführt werden. Nach einem
passenden Spender soll in deutschen Datenbanken gesucht werden.
Für Suche, Aktivierung und Transport des Spenderknochenmarks muss meine Familie 17 500
Euro zahlen. Doch meine Eltern sind Rentner und mussten sich sogar für meine Typisierung
in St. Petersburg (15 000 Rubel, also etwa 450 Euro) verschulden.
Bitte, helfen Sie mir! Mein Leben hängt davon ab, ob 17 500 Euro gefunden werden können!
Nachricht vom 31.05.06.
Das größte deutsche Knochenmarkspenderregister, die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS),
hat sich bereit erklärt, die Suche nach einem Knochenmarkspender für Pavel kostenlos
durchzuführen. Dennoch müssen die Knochenmarkentnahme und der Transport des Knochenmarks
nach St. Petersburg bezahlt werden. Das bedeutet, dass wir nun nicht mehr 17 500 Euro, sondern
nur noch 9720 + 2500 = 12 220 Euro benötigen
(siehe Rechnung).
Nachricht vom 11.06.06.
Am Sonntag, dem 11. Juni ist Pavel im Krankenhaus in Archangelsk gestorben. Nach der zweiten
Chemotherapie sind infektiöse Komplikationen aufgetreten, derer die Ärzte nicht Herr werden
konnten.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die Pavel halfen.