In Erinnerung an Lena Skripka
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Am 22. Juli 2009 ist Lena gestorben.


Andere Fotos von Lena

die Geschichte meines Kindes, ihre Krankheit, ihr Kampf gegen ihre Leiden und die Gleichgültigkeit von Menschen, Suche nach Mäzenen und guten Ärzten wird wohl tausende andere ähnlich.
Vor 10 Monaten habe ich bei einer guten Firma gearbeitet, Lena freute mich mit ihren Ergebnissen in der Schule, mit ihrem Sieg in der Chemieolympiade und im Wettbewerb für den besten Aufsatz über die Heimstadt.
Unser glückliches Leben ist plötzlich zusammengebrochen und seitdem sehe ich die ganze Welt in grauen Farben.
Bei meiner Tochter hat alles mit den plötzlichen Schmerzen im Magen angefangen. Am nächsten Morgen bei der Ultraschalluntersuchung wurde eine große Geschwulst des Eierstocks festgestellt. Wir wollen nicht an Schlimme glauben aber haben sofort nach Russland zu einer Bekannten für Verifizierung der Diagnose und Behandlung gefahren.
Leider haben wir die Therapie nicht sofort beginnen können, da bei Lena Magengeschwür festgestellt worden war. Sie wurde vom Belgoroder onkologischen Dispensaire zum Bezirkskrankenhaus versetzt, wo sie 3 Wochen eine Therapie gegen Magengeschwür bekam.
Zu dieser Zeit hat sich der Zustand meiner Tochter verschlechtert, die Schmerzen im Bauch, tägliches Erbrechen entstanden sich. Sie konnte praktisch nicht schlafen. Die Belgoroder Onkologen blieben untätig und beobachteten die Leiden des Kindes schweigend.
Es gibt keine Mutter in der Welt, die solche Leiden, Grausamkeit und Nichtprofessionalismus ruhig zuschauen kann. Deswegen haben wir am 23 März dringend nach Ukraine gefahren, wo im Donezker Tumorzentrum Lena im schweren Zustand sofort operiert wurde.
Dieser Tag der 26. März bleibt der schrecklichste Tag meines Lebens. Vorher war es noch Hoffnung, dass die Geschwulst gutartig ist, und das Unglück mein Kind verschonen wird. Damals habe ich nicht nur über die furchtbare Diagnose erfahren, sonst, dass die Krankheit vorgestritten ist. So hat unser Kampf begonnen.
Ich glaube, wir haben Glück mit Donezker Ärzte gehabt. Die Nachoperationsperiode verlief sehr schwer. Lena blieb 10 Tage bei der Intensivstation und ich bedanke mich bei dem Leiter der Intensivstation, Bubnow S. A., der es mir erlaubte, diese Zeit zusammen mit Lena zu sein.
Das Erbrechen hörte noch einen Monat nicht auf. Der Körper weigerte sich das Essen in sich zu nehmen. Die entwickelte Bauchspeicheldrüsenentzündung war der Grund, warum wir rechtzeitig Chemotherapie nicht beginnen konnten. In einem Monat schon abgemagertes Kind hat noch 5 Kilo abgenommen. Die Prognose war ungünstig. Der Zustand der Tochter war schwer. Und wir haben angefangen, nach den besten Onkologen zu suchen. Fachärzte aus 3 führenden israelischen Onkologiezentren übernahmen es nicht, Lena zu behandeln, und nur die Ärzte aus dem Institut für Kinderonkologie und –hämatologie des wissenschaftlichen onkologischen Blokhin Zentrum Russlands haben uns zur Untersuchung eingeladen, weil man versuchen müsse, das Kind zu retten. So haben wir am 14. Mai nach Moskau ausgefahren. Zu jener Zeit hat sich Lenas Zustand ein bisschen gebessert. Die Schmerzen und das Erbrechen haben aufgehört.
Während der Untersuchung ist plötzlich das Erbrechen mit Blut angefangen. Einige Tage versuchte man beim Blokhin Zentrum die Magenblutung anzuhalten, aber alles vergebens.
Mit Berücksichtigung des schweren Zustandes hat man entschieden auf Chemotherapie vorläufig zu verzichten. Wir wurden zu klinisches Kinderkrankenhaus Russlands (RDKB), wo dank dem Professionalismus des wunderschönen behandelnden Arztes im Laufe von 10 Tagen hat sich Lenas Zustand stabilisiert. Zu jenem Moment wog sie nur 43 Kilo und wurde im Rollstuhl transportiert. Für weitere Behandlung hat man uns zurück nach dem Institut für Kinderonkologie und –hämatologie versetzt. Die Chemotherapie wurde bereits für einen Monat aufgeschoben, und selbst die Ärzte glaubten nicht an die Besserung des Zustandes.
Hier möchte ich über den Glaube an Gott, über die Stärke des mütterlichen Gebet, über die Wunder, die uns Gott zeigt, wenn wir an Gott glauben
Man hat die Chemotherapie angefangen, ohne zu glauben, dass Lena mehr als ein Tag aushält. Wir haben die ganze Zeit gebetet, haben Lena zu der wundertätige Ikone „Vsetsaritsa“ und den Reliquien von St. Lukas und Matrona gefahren. Und Gott hat uns gehört. Es geschah das, was die Professoren nicht erwartet haben. Lena hat nicht nur die ganze Kur ausgehalten, alle 5 Tage, ohne Komplikationen, aber auch selbst zu laufen begann. Es kam der Appetit und sie begann zuzunehmen. Nach 2 Kuren hat sie stärker geworden, 4 Kilo zugenommen. Die Untersuchung zeigte eine positive Entwicklung.
Ich möchte auch sagen, dass die Behandlung von Lena in Moskau dank der Stiftung „Generation“ zustande kam. Die Stiftung hat die Chemotherapie bezahlt. Alle mögliche Hilfe haben für uns Schulen, Verwandten, Bekannten und meine Kollegen geleistet. Die letzte Untersuchung am Dezember Ende in Moskau hat eine positive Entwicklung gezeigt. Die Ärzte sagen jetzt, dass um eine Chance für Besserung zu bekommen, braucht Lena eine komplizierte Operation, die 480 000 Rubel kostet. Die endgültige Entscheidung aber ist noch nicht getroffen. Am 20. Februar kommen wir für die Untersuchung vor der Operation, danach ist ein Ärztekonsilium eingeplant. Erst dann wird man die Entscheidung treffen. Und wir müssen dazu bereit sein.
Eine Operation solches Schwierigkeitsgrad kann man nur in Moskau oder im Ausland durchführen. Und danach noch 8-9 Chemotherapiekuren und Bestrahlung. Zur Zeit macht Lena die 9. Chemotherapiekur in Donezk.
Leider haben wir schon kein Geld für weiteres. Es stellte sich heraus, dass dem eigenen Staat das kranke Kind nicht mehr nötig ist.
Außerdem hat Lena schon einen bestimmten Behinderungsgrad, benötigt permanente Behandlung. Ihre Vater, Oma und Opa sind gestorben.
Im Laufe von 9 Monaten haben wir uns an verschiedenen Stiftungen, Parteien, bekannten Unternehmer und Künstler, Politiker, Sportler in Ukraine gewendet, aber keiner (!) von ihnen hat uns geantwortet. Ich beurteile niemanden und glaube, dass es mehr gute verständnisvolle Leute gibt. Jetzt hoffen wir auf hilfsbereite Menschen, auf Nächstenhilfe und darauf, dass uns Gott nicht verlässt.
Lena ist klug, lustig, hat gute Noten in der Schule. Sie ist noch ein Kind und glaubt, dass die Erwachsene sie nicht alleine im Stich lassen. Sie ist nur 15 und will leben.
Wir werden für alle mögliche Hilfe dankbar sein und freuen sich über jede „Kopeke“ die von ganzem Herzen gespendet ist.
Ich bedanke mich im Voraus bei allen, die uns helfen möchten, Lena zu retten!



Mit freundlichem Gruss,
Irina Sdorowzowa (Mutter)





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