Liebe Freunde, ich möchte euch meine Geschichte erzählen, und ich bitte Sie auch um Hilfe.
Ich war 20 Jahre alt, als es alles anfing. Sowie viele Mädels, ging ich zur Hochschule, hatte Freundinnen,
verliebte mich - also, führte ein ganz normales Leben. Im Sommer 2004 fuhr ich mit meiner Freundin in eine
Kinderstätte, wir wollten uns als Betreuerinnen ein bisschen Taschengeld verdienen. Als ich nach Hause kam,
wollte ich auch in der Stadt weiterhin parallel studieren und arbeiten, damit ich meiner Mutter nicht mehr auf
der Tasche hänge. Meine Mutter ist seit 6 Jahren alleinerziehend. So ging ich morgens in die Hochschule und
abends - arbeiten. Natürlich schlief ich zu wenig, doch das beunruhigte mich nicht. Dann bekam ich öfters mal
leichtes Temperatur, das permanent anhielt, nahm viel ab. Und dann eines Tagen fiel ich auf der Strassen in die
Ohnmacht, ich weiss selbst nicht, wie ich dann nach Hause kam undbis zum Bett schaffte. Ich hatte Atemnot und gar
keine Kraft mahr. Mama brachte mich zum Arzt, der mir eine Blutprobe entnahm, die Untersuchung zeigte dann, dass meine Blutwerte
zu niedrig sind, besonders Hämaglobin.
Ich musste mehrere Ärzte besuchen, Gott sei Dank, dass meine Mutter bei mir war - ich konnte ohne fremder Hilfe nicht mal die
Treppe steigen. Dann wurde ich ihs Krankenhaus eingeliefert, wo nach dem Punktieren die Diagnose fest stand: Leukämie.
Da in meiner Stadt keine hämatologische Station gibt, wurde ich nach Ulyanovsk verlegt. Das war Oktober 2005.
Dort fing die Behandlung an. Als ich die Station zum ersten mal sah, war ich total geschockt - es war ein einstöckiger
holzerne Schuppen, der früher höchstwahrscheinlich als Pfredestall diente. Trotz der schrecklichen
Bedingungen, was das medizinischer Personal sehr gut. Nun fing das Elend an - die Chemotherapie, ein Haufen Medikamente,
Haarausfall, Gewichtszunahme und schrecklicher Allgemeinzustand.
Meine Mutter pflegte mich die ganze Zeit. Sie war immer da und wird immer bei mir sein. Mein damahliger Freund, mit dem wir viel
gemeinsam erlebt hatten, verliess mich. So verbrachte ich hier 2 Jahre: Chemotherapien ohne Ende in einem Raum mit 10 Betten, ohne
Waschbecken, umgeben von lauter Infektionen. Und trotz aller Schwierigkeiten, wir haben es überstanden.
Ich danke allen Ärzten, meiner Mutter, meiner Verwandschaft und dem ganzen Personal - sie halfen mir das Alles durchzustehen.
Nach zwei Jahren Behandlungwar ich in einer Remission.
Ich fühlte mich so gut, dass ging sogar arbeiten in ein Modeboutique. Doch im März 2008 kam die Rezidive, die Krankheit kam
zurück. Ich musste wieder ins Krankenhaus. Bekam wieder Chemotherapie. Nach einiger Zeit hörte ich von einem
Bekannten, der früher auch mit mir behandelt wurde, dass es in Kirov eine Möglichkeit gibt die Knochenmarktransplantation
durchzuführen. Wir erkundigten uns danach und sammelten alle notwendige Unterlagen. Unsere Ärztin schrieb uns eine Überweisung
und wir fuhren nach Kirov. Ich wurde wieder komplett untersucht und bekam wieder Chemotherapie, doch jetzt in höheren Dosierungen
und unter besseren Lebensbedingungen.
Auch hier hatte ich Glück - ich bekam eine sehr gute Ärztin Doshkina Irina.Sie tut alles, was in ihrer Macht steht, damit
unsere Leiden nicht allzu gross sind. Chemodosis ist hier viel höher, doch erträglicher als früher. Ich bekam in Kirov schon
6 Chemoblocks. 2 sind noch geplannt, und dann - die Transplantation. Doch leider ist die Station für intensivtherapie ist noch nicht
fertiggestellt. Die Operationen sind ertmal aufs Eis gelegt, und ich habe keinen passenden Knochenmarkspender. Meine Schwester passt
leoder nicht.
Ärztin erzählte, dass solche Operationen werden auch in St.-Petersburg durchgeführt, den Spender kann man im internationalem
Knochenmarkregister finden, doch es kostet 15000 Euro, plus 2500 Euro für den Transport des Knochenmarks nach St.-Petersburg.
So sehr möchte ich leben! Bitte, helft mir dabei. Ich möchte eine Familie gründen, Kinder bekommen, doch bisher sind es nur Träume...
Ich bin nur 24 Jahre alt, doch manchmal habe ich das Gefühl, das ich mein ganzes Leben schon hinter mir habe. Ich glaube fest daran, dass
es genug mitfühlende Menschen gibt, die mich verstehen und helfen können.
Ergänzung vom 08.08.2009.
Die Entscheidung über Ilmira's Behandlung ist noch nicht gefallen, da sie immernoch in Kirov behandelt wird und
ihr Blut nicht zur Typisierung nach St.-Petersburg beschaffen kann.
Ergänzung vom 21.09.2009.
Ilmira wurde aus dem Krankenhaus entlassen.
Ergänzung vom 21.10.2009.
Die Ergebnisse der Typisierung zeigten, dass Blut ihrer Schwester nur teilweise passt. Die Wahrscheinlichkeit
einen passenden Knochenmarkspender im internationalen Knochenmarkregister zu finden ist auch sehr gering.
Weitere Behandlungsmetoden werden besprochen.