Danechka ist ein sonniges Frühlingskind. Er wurde am 7. April 2005 in der Ukraine, in der
Nähe von Dnepropetrovsk, geboren und hat eine ältere Schwester. Das Baby war noch nicht
mal ein Jahr alt, als ihm die schreckliche Diagnose gestellt wurde: Medulloblastom.
Angefangen hat alles im Februar 2006. Plötzlich erbrach Danja, konnte seine
Bewegungen nicht mehr richtig koordinieren und fing an zu schielen. Die Eltern wandten
sich an einen Arzt, in Dnepropetrovsk wurde eine Computertomographie angefertigt. Das
Verdikt der Mediziner: Gehirntumor. Aufgrund des erhöhten Hirndrucks wurde ein Shunt
angelegt, im April 2006 fand eine Operation am Tumor statt. Der gesamte sichtbare Tumor
wurde entfernt. Die Freude der Eltern war grenzenlos! Eine anschließende Chemotherapie
empfahlen die ukrainischen Ärzte nicht, sondern entließen Daniil einfach nach Hause.
Zum Ende des Jahres 2006 bekam Daniil epileptische Anfälle. Wieder wurde eine Tomographie
angefertigt und Metastasen im Gehirn und Rückenmark diagnostiziert. Nach vier
Chemotherapiekursen wurde Daniil nach Hause entlassen. Zum Sterben. Die ukrainischen
Ärzte konnten nichts mehr für Danja tun.
In ihrer Verzweiflung nahmen Danjas Eltern die Suche nach einer Klinik im Ausland auf,
die den Jungen heilen könnte. Das Helios Klinikum Berlin-Buch erklärte sich bereit,
Danja zur Behandlung aufzunehmen. Es wurde ein Kostenvoranschlag ausgestellt. Menschen
aus der ganzen Welt spendeten für eine Vorauszahlung. Am Ende gingen rund 27.000 Euro
an Spenden von Menschen ein, denen Danechkas Schicksal nicht gleichgültig war. Weitere
8.200 Euro wurden von einem deutschen Verein zur Verfügung gestellt. Am 16. August
2007 startete Daniils Behandlung in Berlin.
Nach einer vollständigen Untersuchung entschieden sich die Ärzte für das
Behandlungsprotokoll MET-HIT 2000-BIS4, das eine Chemo-, eine Strahlen- und eine
Erhaltungstherapie beinhaltet. Leider vertrug Danja die Chemotherapie schlecht. Ständig
steckte er sich mit Infekten an, bekam Fieber, erhielt Antibiotika und Bluttransfusionen.
Im Dezember schloss Danja endlich die Chemotherapie ab, im Januar startete die
Strahlentherapie. Auch diese verträgt Daniil sehr schlecht. Er fühlt sich ständig übel
und isst kaum etwas. Doch trotz all dieses Leides ist Danja noch immer ein
lebenslustiges Kleinkind. In Zeiten, in denen es ihm etwas besser geht, krabbelt er
sehr geschickt und schnell, sodass seine Mutter ihm nicht hinterherkommt. Er ist einfach
ein fröhliches und schelmisches zweijähriges Kind.
Aufgrund der zahlreichen Komplikationen, die während der Chemo- und Strahlentherapie
aufgetreten sind, sind die Behandlungskosten enorm angestiegen. Nun ist von 93.000 Euro
die Rede. Für die Eltern des Jungen ist das ein unvorstellbar hoher Betrag - den Preis
für das Leben ihres Sohnes können sie nicht bezahlen. Die Spendensammlung für Danja
verläuft sehr langsam, Daniils Mutter ist verzweifelt, sie hat Angst, dass ihr Kind
nach Hause entlassen werden könnte, falls sie die Rechnung nicht begleicht.
Doch Danechkas Mutter glaubt fest daran, dass es auf dieser Welt viele gute Menschen
gibt, die nicht einfach an ihrem Leid vorbeigehen werden. Sie glaubt daran, dass wir
gemeinsam die für Danechkas Behandlung notwendige Summe aufbringen werden.
Ergänzung vom 27.02.2008.
Seit Danja Dexamethason einnimmt, ist sein Appetit wieder angestiegen. Das Kind
hat ständig Hunger und isst nahezu alles, was man ihm gibt. Deshalb wurde die
verabreichte Dexamethason-Dosis gesenkt. Danja fühlt sich gut, singt Lieder. Die
Strahlentherapie wird fortgesetzt.
Zu den Finanzen: Dank der zahlreichen Spenden befinden sich momentan ca. 25.700 Euro auf
dem Klinikkonto. Fonds AdVita hat an die Klinik weitere 2100 Euro überwiesen. "Ein Herz
für Kinder" hat eine Garantie über 8200 Euro ausgestellt. Umgerechnet etwa 6000 Euro sind
auf das ukrainische Bankkonto eingegangen (die genaue Summe wird Daniils Oma in der nächsten
Woche bei der Bank erfragen und diese umgehend an die Klinik überweisen). Insgesamt liegen
jetzt ca. 42.000 Euro für die Bezahlung der Strahlentherapie vor.
Vielen Dank allen, die Danechka helfen!
Ergänzung vom 08.03.2008.
Danechka hat am Rücken mehrere Verbrennungen aufgrund der Strahlentherapie, aber davon
abgesehen fühlt er sich nicht schlecht. Am Mittwoch (12. März) ist der letzte
strahlentherapeutische Tag. Es folgen vier Wochen Pause, während derer sich der Kleine von
der kräftezehrenden Behandlung erholen kann. Und dann - auf zurück in den Kampf! Danja wird
sich einer harten, stationären Chemotherapie unterziehen müssen.
Die deutsche Hilfsorganisation hat weitere 10.000 Euro für Daniils Behandlung zur Verfügung
gestellt. Herzlichen Dank!
Ergänzung vom 19.03.2008.
Eine andere deutsche Hilfsorganisation hat 2000 Euro für Daniils Behandlung überwiesen.
Vielen Dank!
Ergänzung vom 28.03.2008.
Bis Anfang Mai wurde Daniil eine Behandlungspause verordnet. Er nimmt kein Dexamethason
mehr ein, hat aber weiterhin einen guten Appetit. Der Tonus in den Beinchen ist gesunken.
Auf dem Klinikkonto befinden sich momentan etwa 36.000 Euro. Der Klinik liegt eine Garantie
über 18.200 Euro von einer Hilfsorganisation vor. Auf dem Konto von Tatiana Barannik sind
etwa 2000 Euro an Spenden eingegangen.
Ein Kostenvoranschlag für die geplante Chemotherapie wurde noch nicht ausgestellt.
Ergänzung vom 03.04.2008.
Nach den Ergebnissen der gestrigen Untersuchung ist bei Danik alles in Ordnung. Die
Leukocytenzahl ist angestiegen, ohne dass eine medikamentöse Stimulation notwendig wurde.
Danja fühlt sich gut, er krabbelt viel.
Die Ärzte haben es Tatiana erlaubt, mit Danja für zwei Wochen nach Hause in die Ukraine zu
fliegen, sodass Tatiana und Danja endlich Danjas 14-jährige Schwester wiedersehen und
Daniils 3. Geburtstag am 7. April zu Hause feiern können. Am
Freitag (4. April) fliegen sie in die Ukraine. Wann sie zurückkommen, ist noch nicht genau
festgelegt, aber für den 16. April wurde der nächste Termin im Krankenhaus anberaumt. Bald
darauf wird Daniil bezüglich des Tumors untersucht und der Chemotherapie-Plan endgültig
festgelegt.
Ergänzung vom 13.04.2008.
Am 7. April wurde Danechka drei Jahre alt. Seinen Geburtstag feierte er zu Hause in der
Ukraine im Kreis der Familie. Dort gab es eine Menge neuer Eindrücke: Er freute sich sehr,
seinen Papa und die Oma wiederzusehen, während er sich ukrainischen Lebensmitteln gegenüber
skeptisch verhielt. Aber auch an diese gewöhnt er sich langsam.
Danjas Blutwerte sind gut, nur der Hämoglobinwert ist etwas zu niedrig. Danja übt ständig
das Laufen an Papas Hand, mit jedem Tag tritt er dabei etwas fester auf. Am 15. April
kehrt Danja mit seiner Mutter zur Weiterbehandlung nach Berlin zurück.
Ergänzung vom 06.05.2008.
Am 15. April ist Danja mit seiner Mutter nach Berlin zurückgekehrt, am 16. April wurde eine
MRT angefertigt. Es zeigte sich eine positive Dynamik. Vom 28. bis zum 30. April erhielt
Danik stationär den ersten Teil des ersten Blocks der neuen Chemotherapie. Diesen Teil hat
er gut vertragen, seit der Entlassung nach Hause hat er jedoch keinen Appetit mehr. Wurst
schaut er nicht einmal mehr an, die Mutter schafft es nur, ihn zum Essen von ein wenig Brei
zu überreden. Flüssigkeit muss sie Danja mit einer Spritze zuführen. Offensichtlich leidet
Danik unter Übelkeit. Ansonsten fühlt er sich ganz gut.
Am 8. und am 15. Tag erhält Danja ambulant das Chemotherapeutikum Vincristin, es folgen 27
Tage Pause und damit geht der erste Chemotherapieblock zu Ende. Insgesamt stehen Danja sechs
solcher Blöcke bevor...
Normalerweise sollte diese Chemotherapie stationär durchgeführt werden, doch dafür fehlt das
Geld. Deshalb wird Danja jeweils nur für die ersten drei Tage jedes Blocks stationär
aufgenommen.
Ergänzung vom 06.06.2008.
Danja hat den ersten Chemotherapieblock hinter sich, der zweite Block soll am 9. Juni
beginnen. Die Blutwerte sind nach dem ersten Block stark abgesunken, sodass sogar die
Verabreichung von Vincristin am 15. Tag ausgesetzt werden musste. Danja hat stark abgenommen,
deshalb bekam er zeitweise Dexamethason. Jetzt hat der Kleine wieder ein wenig zugenommen,
seine Blutwerte haben sich verbessert. Nur der Leukozytenwert bereitet den Ärzten weiterhin
Sorgen. Er bleibt nach wie vor bei 1,4, wobei jedoch um den nächsten Chemotherapieblock zu
beginnen, mindestens ein Wert von 2,0 erreicht werden muss. Künstlich stimulieren wollen die
Ärzte die Leukozyten aber auch nicht. So bleibt uns die Hoffnung, dass sich Danja in den
letzten Tagen bis zum Beginn des Chemoblocks erholt und der Leukozytenwert von selbst
ansteigt. Der nächste Therapieblock wird etwas abgeschwächt, um ein erneutes Absacken der
Blutwerte zu verhindern.
Danik wird beim Spielen ziemlich schnell müde, doch das könnte auch an der in Berlin
vorherrschenden Hitze liegen. Der Junge versucht zu laufen, allerdings bislang nur mit Hilfe.
Er hat angefangen, Buchweizenbrei aus der Flasche zu trinken (zuvor trank er nichts von
selbst, Flüssigkeit musste ihm mit einer Spritze zugeführt werden), spricht schon die
ersten Worte aus und wiederholt die ersten Laute aller Wörter, die er hört.
Ergänzung vom 05.07.2008.
Der zweite Chemotherapieblock wird durchgeführt. Leider sind Danjas Blutwerte nicht sehr gut. Eine Vincristin-Gabe musste wegen eines zu niedrigen Thrombozytenwertes ausgesetzt werden. Nach Thrombozytentransfusion sind wiederum die Hämoglobin- und Leukozytenwerte abgefallen, sodass eine Bluttransfusion notwendig wurde. Daniils stationäre Aufenthaltsdauer überschreitet die ursprünglichen Pläne, sodass auch die Kosten für die Chemotherapie wachsen.
Danik "spricht" ein bisschen. Er kann bereits einige Wörter aussprechen, das wichtigste von denen "bitte" ist. So bittet Danja um etwas, das er möchte. Auch spricht er das Wort "chaj" ("Tee") aus. Die Krankenschwestern nennt Danja... "djadja" ("Onkel"). Trotz aller Bemühungen von Danjas Mutter, ihm zu erklären, dass das "tjotji" ("Frauen/Tanten") sind, bleibt Danja stur bei seinem "djadja".
Im Krankenhaus isst Danja mehr als zu Hause, aber immer noch zu wenig. Dafür hat unser Held zum ersten Mal einen Apfel ausprobiert. Früher lehnte er Äpfel immer ab, als er jedoch diesmal einen Apfel sah, forderte er von seiner Mutter, den Apfel in Stücke zu schneiden. Danach schnappte er sich ein Stückchen, musterte es aufmerksam, überlegte, was er damit tun solle, und probierte es zaghaft. Offenbar hat ihm der Apfel gefallen, denn letztlich hat er ihn zur Hälfte aufgegessen.
Danjas Mutter ist darüber besorgt, dass in letzter Zeit Danja vermehrt heftige Trotzanfälle hat. Wenn auch nur eine Kleinigkeit nicht nach seinen Wünschen läuft (z.B. die Mutter das Essen nicht so schneidet, wie er es möchte), fängt er an zu schreien, wird hysterisch und manchmal übergibt er sich letztendlich. Da er sowieso nicht viel isst, wirkt sich das negativ auf seinen Allgemeinzustand aus. Danjas Mama vermutet, dass diese Anfälle eine Nebenwirkung der Chemotherapeutika sind, die Danik erhält, und möchte das Problem beim nächsten Arztgespräch ansprechen.
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