ich heiße Alexander Puschkin, bin aber nicht mit dem großen russischen Poeten verwandt.
Ich wurde 1980 in der Stadt Puschkin geboren. Vom Sternzeichen Löwe bin ich es nicht
gewohnt, über das Leben zu jammern und das Schicksal zu beklagen.
Im Juli 2004 ist mein Vater an Leukämie gestorben. Genau ein Jahr später, am Todestag
meines Vaters, kam ich ins Krankenhaus, wo nach einer Biopsie Lymphdrüsenkrebs
festgestellt wurde. Es folgten zahlreiche Untersuchungen in verschiedenen Krankenhäusern.
Letzten Endes wurde bei mir akute lymphoblastische Leukämie der T-Zellen diagnostiziert.
Seit dem 12. September 2005 halte ich mich dort auf. Ich zweifelte lange an der Diagnose
der Ärzte. Mit der Zeit zerstreuten sich meine Zweifel, die Zeiger meiner Lebensuhr
blieben stehen, die Welt stand still, ich begann nachzudenken: habe ich richtig gelebt,
habe ich richtig gehandelt? Die langen Krankenhausaufenthalte, zwischen denen die
unglaublich kurzen Entlassungen lagen, haben mich zutiefst erschüttert. Jedes Mal,
wenn man aus dem Krankenhaus kommt, ist es als ob man eine fremde Welt betritt.
Und jedes Mal fühlt man sich als Außenstehender, der eigentlich nicht mehr dazu gehört und
lediglich von der Entlassung bis zur Hospitalisierung Freigang bekommen hat.
Ich möchte ehrlich sein, es kamen gewisse Gedanken, gegen die ich kämpfen musste. Aber
andererseits ist da die Familie, die auf vollständige Genesung hofft und mich nicht
verlieren will.
Das Krankenhaus ist eine eigentümliche Welt, in der es unmöglich ist, längerfristige
Freundschaften zu schließen: die einen gehen, an ihrer Stelle kommen andere, und
verschwinden dann auch wieder. Jeder hofft auf ein Wunder, auch ich...
Jetzt wird bei mir adjuvante Chemotherapie durchgeführt. Die Ärzte schlagen eine
Stammzelltransplantation vor, die mich möglicherweise vollständig heilen könnte.
Mein Bruder kann leider nicht mein Spender werden, weil unser Gewebe nicht zueinander passt.
Also brauche ich einen nichtverwandten Spender. Für die Suche im Internationalen Register
braucht man allerdings 15.000 Euro. Hinzu kommt der Transport des Transplantates nach St.
Petersburg, der 2500 Euro kostet.
Leider kann ich - wie viele andere Patienten auch - diesen Betrag nicht aufbringen.
Deswegen möchte ich mich an Menschen wenden, die mir finanziell helfen könnten.
Bitte, schauen Sie nicht weg, denn Ihre Hilfe, und sei sie noch so klein,
kann das Leben eines Menschen retten.
Ich möchte so gerne leben...
Alexander Viktorovich Puschkin
Anschrift:
194354, St. Petersburg
pr. Engelsa, d. 115, korp. 1, kv. 613
Festnetz-Tel.: +7 (812) 511-6761
Mobiltel.: +7 (921) 446-3238
Ergänzung vom 20.04.2007.
Fonds AdVita hat einen ersten Beitrag in Höhe von 2000 Euro an die
Stefan-Morsch-Stiftung
überwiesen. Das Geld stammt aus den Spenden "für alle Patienten".
Die Donorsuche hat begonnen.
Ergänzung vom 17.06.2007.
Sascha hat wieder Blasten im Blut. In den nächsten Tagen kommt er wieder ins Krankenhaus
zur Durchführung von FLAG. Das ist eine sehr harte, antirezidive Chemotherapie.
Sascha benötigt schnellstmöglich eine Knochenmarktransplantation. Die
Stefan-Morsch-Stiftung
sucht jetzt nach einem Donor, wir müssen aber die Schulden vor der Stiftung begleichen.
Für Sascha gehen kaum Spenden ein.
Ergänzung vom 09.07.2007.
Sascha erholt sich vom Chemotherapieblock, seine Blutwerte sind noch recht niedrig. Er
fühlt sich ganz gut, hat wieder zugenommen, die infektiösen Komplikationen konnten
erfolgreich bekämpft werden.
Ergänzung vom 17.07.2007.
Fonds AdVita hat weitere 2300 Euro für die Knochenmarkspendersuche überwiesen.
Ergänzung vom 22.10.2007.
Die Suche nach einem passendem Knochenmarkspender nimmt ihren finalen Lauf. Leider konnte
man keinen 100%-ig passenden Spender finden, zur Zeit versuchen die Aerzte einen meistpassenden
aus den teilpassenden Spender zu ermitteln. Die Schuld gegenueber Morsch-Register fuer die Suche
ist begliechen, fuer einen Teil der Summe wurde vom Register ein Rabatt angeboten. Zur Zeit
brauchen wie 2500 Euro um das Transport vom Transplantat zu decken.
Ergänzung vom 03.07.2007.
Die Knochenmarktransplantation wurde verschoben.
Ergänzung vom 05.11.2007.
Sascha ist heute verstorben.